Entstehung

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Der Nationale Kontaktpunkt Österreich wurde im Jahr 2002 vom Bundesministerium für Inneres an IOM Wien vergeben.

Die Europäische Kommission schlug bereits 1994 einen Mechanismus zur Beobachtung von Migrationsbewegungen in der EU vor. Diesem Vorschlag folgte eine Machbarkeitsstudie, die im Jahre 1996 durchgeführt wurde. Im Dezember 2001 ersuchte dann der Europäische Rat von Laeken die Europäische Kommission, den Aufbau eines Systems zum Austausch von Informationen über Asyl, Migration und Herkunftsländer in Europa zu prüfen, was zur Initiierung des EMN als Pilotprojekt im Jahre 2002 führte.

Auch das Haager Programm (2005-2010) untermauerte den Bedarf des Sammelns, Bereitstellens und Austauschens von aktuellen Informationen und Daten über relevante Entwicklungen im Migrationsbereich. Dementsprechend wurde nach einer Übergangsphase mit der Entscheidung 2008/381/EG des Europäischen Rates vom 14. Mai 2008 die Rechtsgrundlage des heutigen EMN geschaffen, um dem identifizierten Bedarf durch eine permanente Struktur gerecht zu werden.

Seither wurde im Europäischen Pakt (2008) zu Einwanderung und Asyl sowie im Stockholmer Programm (2010-2014) die Notwendigkeit einer Debatte über Migrations- und Asylthemen hervorgehoben, welche vor allem durch einen verbesserten Austausch von Informationen zwischen Mitgliedstaaten der EU zu bewerkstelligen sei. Das EMN dient als ein Instrument, um dieser Notwendigkeit nachzukommen.