IMISCOE 2020 PANEL: „Bridging the Gap between Migration Research and Policymaking“

Veranstalter: Nationaler Kontaktpunkt Österreich im Europäischen Migrationsnetzwerk, Internationale Organisation für Migration (IOM) Landesbüro für Österreich

01. Juli 2020, online


Die Diskrepanz zwischen migrationspolitischen Debatten und Migrationsrealitäten hat viele, unter anderem auch PolitikerInnen, dazu ermutig, sich stärker für eine ‚evidenzbasierte‘ Politikgestaltung einzusetzen (siehe Ruhs et al. 2019). Die Notwendigkeit einer raschen und evidenzbasierten Entscheidungsfindung wird zunehmend wichtiger. Gleichzeitig können wir von EntscheidungsträgerInnen nicht erwarten, dass sie sich für jede politikrelevante Entscheidung durch eine Fülle an wissenschaftlicher Literatur arbeiten oder Studien in Auftrag geben.

Wie können wir die Kluft zwischen Forschung, Politik und öffentlicher Debatte überbrücken? Wie können wir Forschung und vorhandene Erkenntnisse in verständliche und praxisorientierte Informationen für EntscheidungsträgerInnen und die breite Öffentlichkeit übersetzen? Zwischengeschaltete Institutionen wie politische Think Tanks und Forschungszentren haben versucht, diese Brücke zu schlagen. Wie können wir auf ihren Errungenschaften aufbauen und eine konstruktive Annäherung von Forschung, Politik und öffentlicher Debatte im Bereich von Migration vorantreiben?

Führende VertreterInnen aus dem akademischen Bereich, der Politik und verwandten tertiären Organisationen diskutierten diese Fragen auf der IMISCOE-Jahreskonferenz 2020, mit einem besonderen Schwerpunkt auf konstruktive und innovative Lösungen. Das Panel „Bridging the Gap between Migration Research and Policymaking” wurde von der Abteilung für Forschung und Migrationsrecht der Internationalen Organisation für Migration (IOM) Landesbüro für Österreich organisiert und von Julia Lendorfer geleitet.

Das Panel bot einen einzigartigen Raum für Konsultationen und Debatten, wobei sich die TeilnehmerInnen auf ihre umfangreichen beruflichen Erfahrungen stützen konnten. Marie McAuliffe (IOM Genf) analysierte, warum Lücken zwischen Politik und Forschung bestehen, und präsentierte Lösungen zur Annäherung von Forschung und Politikgestaltung. Helen Dempster (Center for Global Development) erörterte die Frage, wie politische Think Tanks die Lücke zu schließen versuchen, und hob die wichtige Rolle von Kommunikation hervor. Cillian Nolan (J-PAL Europe) stellte vor, wie ForscherInnen politikrelevante Erkenntnisse produzieren und verbreiten. Eine Zusammenfassung der wichtigsten Diskussionspunkte finden Sie hier