Studien

Die Nationalen Kontaktpunkte im Europäischen Migrationsnetzwerk (EMN) verfassen auf der Grundlage einer gemeinsamen Studienvorlage jährlich mehrere Studien zu migrations- und asylrelevanten Themen. Die EMN-Studien werden nach einer gemeinsam bestimmten Studienvorlage durchgeführt, um die Vergleichbarkeit der Ergebnisse in allen Mitgliedstaaten zu ermöglichen. Die wichtigsten Ergebnisse aus den Studien der Nationalen Kontaktpunkte werden dann von der Europäischen Kommission mit Hilfe des externen Dienstleisters in einem Synthesebericht zusammengefasst.

EMN-Studie: Integration von Personen mit internationalem Schutz und humanitärem Aufenthaltstitel in den Arbeitsmarkt: Politiken und Maßnahmen in Österreich (2015)

Der Fokus der Studie liegt auf der Arbeitsmarktintegration von Personen, denen internationaler Schutz zuerkannt wurde (Asylberechtigte und subsidiär Schutzberechtigte) sowie Personen, die im Rahmen eines Asylverfahrens einen humanitären Aufenthaltstitel erhalten haben. Die Studie gibt einen Überblick über staatlich finanzierte Maßnahmen, die der Förderung der Arbeitsmarktintegration der Zielgruppe dienen. Dabei wird aufgezeigt, inwieweit die Maßnahmen auf deren spezielle Bedürfnisse zugeschnitten bzw. für diese zugänglich sind. Außerdem wird auf die Verfügbarkeit von Statistiken eingegangen.

EMN-Studie: Die Gestaltung der Asyl- und Migrationspolitik in Österreich (2015)

Die Studie bietet einen kompakten Überblick über die österreichische Asyl- und Migrationspolitik. Sie befasst sich insbesondere mit den wichtigsten Institutionen und der modernen Entwicklung des österreichischen Asyl- und Migrationssystems. In Folge befasst sich die Studie eingehend mit der aktuellen Situation in den Bereichen Migration, Asyl und Rückkehr von Drittstaatsangehörigen. Darüber hinaus werden Themen im Zusammenhang mit Gesundheit, Genderfragen, Bildung, Entwicklung, Schleppereibekämpfung und Menschenhandel beleuchtet.

EMN-Studie: Verbreitung von Informationen über die freiwillige Rückkehr in Österreich: Das Erreichen von irregulären MigrantInnen, die nicht im Kontakt mit den Behörden stehen (2015)

Die Studie untersucht, wie MigrantInnen, die nicht in Kontakt mit den Behörden stehen, mit Informationen über freiwillige Rückkehr erreicht werden können. Neben einer Darstellung der diesbezüglichen rechtlichen Regelungen in Österreich werden die relevanten Gruppierungen von irregulären MigrantInnen und den Akteuren zur Verbreitung von Informationen über die freiwillige Rückkehr dargestellt. Ein besonderer Fokus wird auf die Mittel der Informationsverbreitung gelegt, sowie auf eine Analyse der damit verbundenen Herausforderungen. Statistische Daten und Schätzungen zur irregulären Migration in Österreich runden die Studie ab.

EMN-Studie: Identifizierung von Arbeitskräftemangel und Bedarf an Arbeitsmigration aus Drittstaaten in Österreich (2015)

Die Studie gibt einen Überblick über die nationalen Politiken der Arbeitsmigration und analysiert ob und wenn ja, welcher Zusammenhang mit dem ermittelten Arbeitskräftemangel besteht. Weiters werden die verfügbaren Instrumente zur Identifizierung von Arbeitskräftemangel und des Bedarfs an Arbeitsmigration untersucht. Dazu gehören beispielsweise Mangelberufslisten. Ein besonderer Fokus wird dabei auf die Rolle der Sozialpartner gelegt. Dann werden die Ergebnisse der Anwendung dieser Instrumente, d.h. der gegenwärtige Arbeitskräftemangel und Bedarf an Arbeitsmigration in Österreich dargestellt.

2014
EMN-Studie: Unbegleitete Minderjährige in Österreich – Rechtsrahmen, Praxis und Statistiken (2014)

Die Studie stellt die aktuelle Situation von unbegleiteten Minderjährigen in Österreich aus einer rechtlichen und praktischen Perspektive dar und präsentiert verfügbare Statistiken. Eine Reihe von Themenbereichen, die in Bezug auf diese Gruppe eine Rolle spielen, werden abgedeckt: Einreise, Aufenthalt, Asylverfahren, Altersfeststellung, Obsorge, Rechtsberatung, Unterbringung, Aufnahmebedingungen, medizinische Versorgung, Bildung, Berufsausbildung, Beschäftigung, Integrationshilfe, Untertauchen, Volljährigkeit, Rückkehr und Reintegration. Dabei wird auch auf die Entwicklungen der letzten fünf Jahre (2010–2014) in diesen Bereichen eingegangen.

EMN-Studie: Aufnahme von Drittstaatsangehörigen für geschäftliche Zwecke in Österreich (2014)

Die Studie analysiert die Zulassungskriterien von Drittstaatsangehörigen für geschäftliche  Zwecke in Österreich. Hierbei wird besonders auf die folgenden Themenbereiche eingegangen: die Zulassung von Investoren und Unternehmern aus Drittstaaten, die sich noch nicht in der EU aufhalten, sowie die Zulassung von anderen Drittstaatsangehörigen, die in die EU zur Aufnahme einer Geschäftstätigkeit reisen. Dabei geht die Studie auf die Rahmenbedingungen in Österreich ein, mit einem speziellen Fokus auf das österreichische System der „Rot-Weiß-Rot Karte".

EMN-Studie: Österreichs Rückkehrpolitik: Anwendung von Einreiseverboten und Durchsetzung von Rückübernahmeabkommen (2014)

Diese Studie beschreibt die Rolle von Einreiseverboten und Rückübernahmeabkommen zur Unterstützung der österreichischen Rückkehrpolitik. Es wird auf die gesetzlichen Bestimmungen zu Einreiseverboten eingegangen, insbesondere auf deren Zusammenhang mit Rückkehrentscheidungen. Auch verschiedene Aspekte der praktischen Anwendung von Einreiseverboten werden untersucht. Nach einem umfassenden Überblick über bestehende Rückübernahmeabkommen wird auf die Herausforderungen bei deren Umsetzung eingegangen. Schließlich werden mögliche Synergien zwischen Einreiseverboten und Rückübernahmeabkommen einerseits und Reintegrationsunterstützung andererseits untersucht.

EMN-Studie: Die Anwendung von Haft und Alternativen zur Haft im Kontext von Zuwanderungspolitiken in Österreich (2014)

Die Studie beschäftigt sich vor allem mit den gesetzlichen Bestimmungen und Praktiken zu Schubhaft und deren Alternativen in Österreich. Sie beschreibt die Gründe, nach denen Personen in Österreich zum Zwecke der Abschiebung inhaftiert werden dürfen, legt dar, unter welchen Bedingungen Alternativen – in Österreich gelinderes Mittel – vorgesehen sind und gibt einen Einblick in die praktische Organisation von Schubhaft und gelinderem Mittel. Zudem präsentiert die Studie verfügbare Statistiken und widmet sich der Frage, welchen Einfluss Schubhaft und deren Alternativen auf das Asylverfahren und das Rückführungsverfahren haben.

EMN-Studie: Der Zugang von Drittstaatsangehörigen zu sozialer Sicherheit in Österreich – Politiken und Praxis in Österreich (2014)

Diese Studie beschreibt den Zugang von Drittstaatsangehörigen zu sozialer Sicherheit in Österreich. In diesem Zusammenhang stellt die Studie migrationsspezifische Bestimmungen dar, wirft einen Blick auf einschlägige bilaterale Abkommen mit Drittstaaten und präsentiert verfügbare Statistiken.

EMN-Studie: Betroffene des Menschenhandels als Asylsuchende – Der Prozess der Identifizierung und Zugang zu Aufenthaltsrechten in Österreich (2014)

Die Studie "Betroffene des Menschenhandels als Asylsuchende" beschäftigt sich zum einen mit dem Prozess der Identifizierung von Betroffenen des Menschenhandels, die in Österreich um Asyl ansuchen. Hierbei wird vor allem auf die Rolle von staatlichen institutionellen AkteurInnen Bezug genommen. Zudem widmet sich die Studie dem Zugang von Betroffenen zu Aufenthaltsrechten in Österreich. Durch eine Betrachtung von Rechtsprechung und Gesetzeslage werden die hierfür bestehenden Optionen näher analysiert und miteinander verglichen.