Die Nationalen Kontaktpunkte im Europäischen Migrationsnetzwerk (EMN) verfassen auf der Grundlage einer gemeinsamen Studienvorlage jährlich mehrere Studien zu migrations- und asylrelevanten Themen. Die EMN-Studien werden nach einer gemeinsam bestimmten Studienvorlage durchgeführt, um die Vergleichbarkeit der Ergebnisse in allen Mitgliedstaaten zu ermöglichen. Die wichtigsten Ergebnisse aus den Studien der Nationalen Kontaktpunkte werden dann von der Europäischen Kommission mit Hilfe des externen Dienstleisters in einem Synthesebericht zusammengefasst.

2022
EMN Studie „Von Menschenhandel betroffene Drittstaatsangehörige: Erkennung, Identifizierung und Schutz in Österreich“

Diese Studie befasst sich mit dem Phänomen des Menschenhandels von Drittstaatsangehörigen in Österreich. In Österreich stellt der Kampf gegen Menschenhandel eine innen- sowie außenpolitische Priorität der Bundesregierung dar. Der Bericht untersucht daher die österreichischen Maßnahmen, die zur Erkennung von Menschenhandelssituationen und zum Schutz betroffener Personen beitragen sollen. Zudem enthält der Bericht einen statistischen Überblick und befasst sich auch mit Herausforderungen und bewährten Praktiken.  

EMN Studie „Integration von Migrantinnen in Österreich: Politiken und Maßnahmen

Die Studie zeigt anhand von Daten und Statistiken zentrale Herausforderungen und Chancen für die Integration von Migrantinnen in Österreich auf. Darüber hinaus wird untersucht, ob und inwieweit die besondere Situation von Migrantinnen in der nationalen Integrationspolitik sowie in den gesetzten Maßnahmen berücksichtigt wird. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie.

EMN-Bericht: Minderjährige MigrantInnen

Dieser EMN-Bericht zeigt die Fortschritte der Mitgliedstaaten bei der Umsetzung der EU-Mitteilung zum Schutz minderjähriger MigrantInnen auf. Die Mitteilung aus dem Jahr 2017 legt Maßnahmen zur Stärkung des Schutzes von Kindern in allen Phasen der Migration auf nationaler und EU-Ebene fest. Der Bericht fokussiert dabei auf Fortschritte im Jahr 2020 in Bereichen wie Identifikation, Unterbringung und Schutzvorkehrungen im Migrationsverfahren. 

2021
EMN Studie „Schubhaft und Alternativen zur Schubhaft in Österreich“

Diese Studie befasst sich mit dem Thema der Schubhaft sowie den Alternativen zur Schubhaft, den sogenannten gelinderen Mitteln. Schubhaft gegen fremde Personen darf in Österreich nur angeordnet werden, sofern der Zweck der Schubhaft – insbesondere die Sicherung des Verfahrens zur Erlassung einer aufenthaltsbeendenden Maßnahme – nicht durch ein gelinderes Mittel erreicht werden kann. Der Kurzbericht erläutert die rechtlichen Grundlagen der Alternativen, analysiert aktuelle Statistiken und geht auf Vorteile sowie Herausforderungen ein. Außerdem werden die Themenbereiche Gesundheitsversorgung, Unterstützungsleistungen, Berücksichtigung vulnerabler Gruppen und das Beschwerdeverfahren beleuchtet.

EMN Studie „Präzise, zeitgerecht, interoperabel? Datenverwaltung im Asylverfahren“

Diese Studie geht der Frage nach, welche Daten von AsylwerberInnen in Österreich von dem Moment, in dem sie ihren Asylantrag gestellt haben, bis zur erstinstanzlichen Entscheidung erhoben und wie sie verwaltet werden. Darüber hinaus werden die jüngsten Entwicklungen und Trends im Bereich des Datenmanagements dargestellt und herausgearbeitet, welche Herausforderungen und bewährte Praktiken, die sich in der bisherigen Datenerhebung und dem Datenmanagement gezeigt haben, in Österreich bestehen.

EMN Studie „MigrantInnen, die sich langfristig irregulär in Österreich aufhalten. Praktiken und Herausforderungen“

Diese Studie befasst sich mit dem Phänomen der langfristig irregulär aufhältigen Personen in Österreich. Obwohl das Thema der irregulären Migration in der politischen und medialen Debatte immer wiederkehrt, wird dieses von der österreichischen Politik lediglich punktuell schwerpunktmäßig behandelt. Der Bericht untersucht die Ansätze der zuständigen Behörden, die darauf abzielen, die Situationen der Irregularität und die sozialen Folgen für die betroffenen Drittstaatsangehörigen zu vermeiden beziehungsweise zu mildern. Zudem werden jene getroffenen Maßnahmen für irregulär aufhältigen Personen beleuchtet, die im Zusammenhang mit der COVID-19 Pandemie stehen.

EMN-Bericht: Minderjährige MigrantInnen

Dieser EMN-Bericht zeigt die Fortschritte der Mitgliedstaaten bei der Umsetzung der EU-Mitteilung zum Schutz minderjähriger MigrantInnen auf. Das Dokument aus dem Jahr 2017 legt Maßnahmen zur Stärkung des Schutzes von Kindern in allen Phasen der Migration auf nationaler und EU-Ebene fest. Der Bericht fokussiert dabei auf Fortschritte im Jahr 2019 in Bereichen wie Identifikation, Unterbringung und Schutzvorkehrungen im Migrationsverfahren. 

2020
EMN-Studie: Saisoniers aus Drittstaaten in Österreich

Diese Studie gibt einen Überblick über die Erfahrungen Österreichs mit der Zulassung und der Beschäftigung von Saisoniers aus Drittstaaten seit 2016. Im ersten Teil der Studie werden das österreichische Saisonier-Modell und die entsprechenden Daten detailliert beschrieben. Eingangs geht die Studie der Frage nach, inwieweit Saisoniers zur Deckung des österreichischen Arbeitskräftebedarfs benötigt werden. Im zweiten Teil wird auf die Rechte und Pflichten von Saisoniers und ErntehelferInnen eingegangen und erörtert, wie diese in Österreich gewahrt und umgesetzt werden. Aus gegebenem Anlass thematisiert die Studie abschließend die Auswirkungen der COVID-19 Pandemie auf die Beschäftigung von Saisoniers aus Drittstaaten.

EMN-Studie: Möglichkeiten des Staatsbürgerschafts­erwerbs durch Fremde in Österreich

Diese Studie zielt darauf ab, den Staatsbürgerschaftserwerb durch fremde Personen in Österreich zu untersuchen. Der Fokus liegt dabei auf der Einbürgerung von „neuen MigrantInnen“, also jenen Personen, die keine bereits bestehende Verbindungen nach Österreich haben. Beleuchtet werden unter anderem die Einbürgerungsvoraussetzungen sowie das Verfahren zur Feststellung, ob diese Voraussetzungen vorliegen. Der Schwerpunkt der Studie liegt in der Gegenwart, aber in Bezug auf politische und gesetzliche Entwicklungen werden auch die vergangenen fünf Jahre berücksichtigt.

2019
EMN-Studie: Überblick über nationale Schutzstatus in Österreich

Die vorliegende Studie befasst sich mit nationalen Schutzstatus, die nicht durch die Gesetzgebung der EU harmonisiert wurden, sondern auf nationalen Bestimmungen basieren. Zunächst werden Ermessensgründe und humanitären Erwägungen, auf deren Basis ein nationaler Schutzstatus vergeben werden kann, im Hinblick auf Praktiken und Rechtslage in Österreich untersucht. Ferner wird speziell auf mögliche Status im Rahmen von Aufnahmeprogrammen eingegangen. Die Studie gibt außerdem einen Überblick über die Bestimmungen, Praktiken und Rechte bezüglich des „Aufenthaltstitels in besonders berücksichtigungswürdigen Fällen“, ein in Österreich bestehender, nicht-EU-harmonisierter Schutzstatus. Zuletzt wird ein Blick auf die diesbezüglichen öffentlichen Debatten sowie zentrale Herausforderungen geworfen.