Studien

Die Nationalen Kontaktpunkte im Europäischen Migrationsnetzwerk (EMN) verfassen auf der Grundlage einer gemeinsamen Studienvorlage jährlich mehrere Studien zu migrations- und asylrelevanten Themen. Die EMN-Studien werden nach einer gemeinsam bestimmten Studienvorlage durchgeführt, um die Vergleichbarkeit der Ergebnisse in allen Mitgliedstaaten zu ermöglichen. Die wichtigsten Ergebnisse aus den Studien der Nationalen Kontaktpunkte werden dann von der Europäischen Kommission mit Hilfe des externen Dienstleisters in einem Synthesebericht zusammengefasst.

2019
EMN-Studie: Überblick über nationale Schutzstatus in Österreich

Die vorliegende Studie befasst sich mit nationalen Schutzstatus, die nicht durch die Gesetzgebung der EU harmonisiert wurden, sondern auf nationalen Bestimmungen basieren. Zunächst werden Ermessensgründe und humanitären Erwägungen, auf deren Basis ein nationaler Schutzstatus vergeben werden kann, im Hinblick auf Praktiken und Rechtslage in Österreich untersucht. Ferner wird speziell auf mögliche Status im Rahmen von Aufnahmeprogrammen eingegangen. Die Studie gibt außerdem einen Überblick über die Bestimmungen, Praktiken und Rechte bezüglich des „Aufenthaltstitels in besonders berücksichtigungswürdigen Fällen“, ein in Österreich bestehender, nicht-EU-harmonisierter Schutzstatus. Zuletzt wird ein Blick auf die diesbezüglichen öffentlichen Debatten sowie zentrale Herausforderungen geworfen.

2018
EMN-Studie: Anwerbung und Standortbindung internationaler Studierender in Österreich

Die Studie untersucht die rechtlichen Rahmenbedingungen sowie konkrete Maßnahmen der Anwerbung und Standortbindung internationaler Studierender in Österreich. Insbesondere werden die Einreise- und Aufenthaltsbedingungen, konkrete Rechte und das Hochschulsystem bezüglich internationaler Studierender in Österreich analysiert. Zudem betrachtet die Studie Aufenthaltsmöglichkeiten für internationale AbsolventInnen und deren Arbeitsmarktintegration nach dem Studium. Zuletzt wird ein Blick auf transnationale Kooperationen im Hochschulsektor geworfen.

EMN-Studie: International Schutzberechtigte, die in ihren Herkunftsstaat reisen: Herausforderungen, Politiken und Praktiken in Österreich

Die Studie befasst sich mit der Frage, ob in Österreich der Asyl- bzw. subsidiäre Schutzstatus aberkannt werden kann, wenn eine berechtigte Person in ihren Herkunftsstaat reist oder mit den Behörden des Herkunftsstaates Kontakt aufnimmt. Behandelt werden daher die genauen gesetzlichen Vorgaben, die einerseits die konkreten Aberkennungsvoraussetzungen, andererseits das konkrete Behördenvorgehen und die mit der Aberkennung verbundenen Konsequenzen regeln. Darüber hinaus werden im nationalen Bericht neben einem Fallbeispiel auch konkrete Beispiele der behördlichen Entscheidungspraxis zur Aberkennung des Schutzstatus sowie der Rechtsprechung dargestellt.

EMN-Studie: Die Auswirkung der Visaliberalisierungen auf Österreich

Die Studie untersucht, welche Auswirkungen die Visaliberalisierungen für Drittstaaten des Westbalkans und der Östlichen Partnerschaft auf Österreich hatten. Dazu werden unterschiedliche Aspekte in den folgenden relevanten Bereichen beleuchtet: Bevölkerung, Visaanträge, irreguläre Aufenthalte, Asylanträge, Rückkehrentscheidungen und freiwillige Rückkehr, Kooperation mit den relevanten Drittstaaten, Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Kriminalität und Sicherheit sowie Missbrauch der Visafreiheit.

EMN-Studie: Die Arbeitsmarktintegration von Drittstaatsangehörigen in Österreich

Diese Studie gibt einen Überblick über politische Strategien und Praktiken in Österreich zum Thema Arbeitsmarktintegration von Drittstaatsangehörigen und beschreibt vier (Arbeitsmarkt-)Integrationsmaßnahmen genauer. Die hier untersuchte Zielgruppe sind regulär aufhältige Drittstaatsangehörige mit dem Recht auf Arbeit in Österreich, ausgeschlossen von der Untersuchung sind Personen mit internationalem Schutzstatus, Asylsuchende sowie Studierende und ForscherInnen.

2017
EMN-Studie: Unbegleitete Minderjährige nach Feststellung des Aufenthaltsstatus in Österreich

Die Studie befasst sich mit Österreichs Politiken und Praktiken im Umgang mit unbegleiteten Minderjährigen nach Feststellung des Aufenthaltsstatus. Es werden einerseits die Versorgung sowie die Integration von unbegleiteten Minderjährigen bei Erhalt eines Aufenthaltsstatus und andererseits die Bestimmungen zur Rückkehr bei Ablehnung eines Antrags untersucht. Zudem beleuchtet die Studie die Themen unbegleitete Minderjährige in der Übergangsphase zur Volljährigkeit sowie das Untertauchen aus Betreuungseinrichtungen.

EMN-Studie: Die veränderte Zuwanderung von Asylwerbern von 2014—2016 – Reaktionen Österreichs

Die Studie gibt eine Übersicht über die Bewältigungsstrategien Österreichs auf die gestiegene Zuwanderung in den Jahren 2014—2016, die erhebliche Anzahl der ankommenden Asylsuchenden und die damit verbundenen Herausforderungen. Zentrale politische und rechtliche Entwicklungen werden zu Beginn dargestellt. Den Schwerpunkt der Studie bildet die Vorstellung staatlicher Maßnahmen, die in Österreich aufgrund der Situation der verstärkten Zuwanderung getroffen wurden.

EMN-Studie: Die Wirksamkeit der Rückkehr in Österreich – Herausforderungen und bewährte Praktiken im Zusammenhang mit EU-Vorgaben und Standards

Die Studie untersucht den Einfluss von EU-Vorgaben und Standards im Bereich der Rückkehr auf die Rechtslage und behördliche Praxis in Österreich. Dabei werden Herausforderungen bei der wirksamen Durchführung von Rückkehrmaßnahmen und bewährte Praktiken zur Umsetzung einer Rückkehrverpflichtung unter Einhaltung der Grundrechte und des Grundsatzes der Nichtzurückweisung aufgezeigt.

EMN-Studie: Die Identitätsfeststellung im österreichischen Migrationsprozess

Die Studie befasst sich mit der Feststellung der Identität von Drittstaatsangehörigen in fremdenrechtlichen Verfahren. Identität wird als eine Reihe von Eigenschaften einer Person definiert, die es ermöglicht, diese von anderen zu unterscheiden, also z.B. Name, Geburtsdatum, Geburtsort, Staatsangehörigkeit, Herkunft sowie körperliche Besonderheiten. Im Rahmen dieser Studie werden sowohl die Identitätsfeststellungsverfahren für Drittstaatsangehörige zur Erteilung von Aufenthaltsberechtigungen und Visa, als auch Rückführungsverfahren behandelt.

2016
EMN-Studie: Die Familienzusammenführung von Drittstaatsangehörigen in Österreich

Gegenstand dieser Studie ist die Familienzusammenführung von Drittstaatsangehörigen in Österreich. Insbesondere widmet sich die Studie den Voraussetzungen und dem Verfahren der Familienzusammenführung. Zusätzlich werden die Rechte und Pflichten von Familienangehörigen nach ihrer Ankunft in Österreich besprochen. Neuere Entwicklungen, Herausforderungen und bewährte Maßnahmen in diesem Bereich werden ebenfalls hervorgehoben. In einem eigenen Kapitel werden relevante Gerichtsentscheidungen in Bezug auf die Familienzusammenführung vorgestellt und kommentiert. Statistische Daten sind ebenfalls in einem eigenen Kapitel enthalten.